26.05.2011 / Allgemein / / , , ,

Ausverkauf der Schweizer Wirtschaft

Die SVP-Initiativen nehmen immer pathologischere Züge an. Solange sie der Allgemeinheit keinen Schaden zufügen, mag dies hingehen, aber das neueste Ansinnen schlägt dem Fass den Boden aus. Die Zuwanderung soll durch Kontingente beschränkt werden, was das Ende der bilateralen Verträge bedeutet.

Ohne die Personenfreizügigkeit wäre das Wachstum der vergangenen Jahre gar nicht möglich gewesen und die Tausenden von neu geschaffenen Arbeitsplätzen hätten gar nicht erst besetzt werden können. Wir haben die Weltwirtschaftskrise sehr gut überstanden und die Sozialwerke dank der Zuwanderung finanziell stabilisiert. Die Vorteile der Personenfreizügigkeit übertreffen die Nachteile bei weitem. Und wenn die SVP bei bestehenden Problemen für einmal mit Lösungen aufwarten würde, wäre uns allen gedient. Gleich das ganze Schweizer Erfolgsmodell aufs Spiel zu setzen, beweist nur Populismus.

Die Aufkündigung der bilateralen Verträge hätte für die Schweizer Wirtschaft ruinöse Auswirkungen. Wir hätten keinen Zugang mehr zu unseren wichtigsten Handelspartnern und dem EU-Exportmarkt mit 500 Millionen Konsumenten. Die unter Druck geratene Wirtschaft würde als Ausweg ins Lager der EU-Befürworter wechseln.

Alles in allem bedeutet diese Initiative nichts anderes, als dass die SVP ihrem Wahlerfolg den Wohlstand der Schweiz unterordnet, sich als Wirtschaftspartei verabschiedet hat und uns in die EU treibt. Zumindest Letzteres ist neu.