28.02.2015 / Allgemein / /

Sehr geehrter Herr von Rohr,

Sie machen Sprüche, die wir schon mit zwanzig nur beschränkt witzig fanden, aber seit dreissig Jahren definitiv darüber hinweg sind. Unsere Kinder und Kindeskinder sind ratlos.

neu war es ja nicht gerade, doch die Kunde hält uns wieder einmal in Atem: Chris liebt Köppel, der die Schweiz retten wird und Köppel liebt Chris, der daran glaubt. Beide lieben die SVP. So what! Ich beispielsweise mag Krokus. Das liegt wohl auch am Alter. Ich habe Respekt vor Ihrer Arbeit. So viel, so wenig, wenn ich in diesem Zusammenhang nicht einmal etwas loswerden müsste, was vielleicht etwas unpopulär ist. Es betraf und betrifft Ihre Darbietungen in diesen Superstar-Casting-Shows und Ihre Fertigmacherei von Leuten.  Sie machen Sprüche, die wir schon mit zwanzig nicht sehr witzig fanden, aber seit dreissig Jahren definitiv darüber hinweg sind. Unsere Kinder und Kindeskinder sind ratlos. Sie wissen es zur Genüge, das mit uns, und dem Staat, und dem Gurkensalat, und sie haben mitbekommen, dass wir immer noch Jeans tragen, die gleiche Musik hören und kaum mehr Geranientöpfe auf die Fenstersimse stellen. Wir brauchen es also nicht zu übertreiben. Deshalb in Ihren Worten, Chris: „Machen Sie einen Update!“ Unsere Kids glauben am Ende, wir sind alle so. Verschonen Sie uns mit den alten Sprüchen und nehmen Sie den nächsten Generationen den Schreck vor dem Humor rockender Omis und Opis, welche dank ihrer erfreulichen Lebenserwartung die Alters- Wg’s nachhaltig besetzen werden. Man sollte uns doch dereinst gerne besuchen kommen.

Mit freundlichem Gruss

Marianne Binder