23.08.2018 / Blog / /

Plinio Martini

Der 1979 verstorbene Tessiner Schriftsteller Plinio Martini hat ein Buch geschrieben, das ich in einem Zug gelesen habe und eben zugeklappt. Es heisst „Nicht Anfang und nicht Ende“. Es handelt vom Leben im Maggiatal des vorletzten Jahrhunderts, von der bitteren Armut, von Pfarrern, Richtern, Lehrern, grotesken Unglücksfällen, schrecklichem Hunger, einem Auswanderer nach Amerika, Heimweh und einer Sehnsucht nach Maddalena, der Jugendliebe. Diese bleibt zurück und ist ob der endlosen Warterei längst tot als der Auswanderer heimkehrt. Das verkraftet er schwer.

Die NZZ schreibt: einer der erstaunlichsten Romane, die in der Schweiz je geschrieben wurden…

Die Sonntagszeitung: gehört als Klassiker in jede Tessin Bibliothek…

Die Weltwoche: ein Buch wie ein Wutschrei…

Fehlt nur noch, dass ich sage: ist ein körperlicher Angriff von Buchstaben…

Empfehle „il fondo del sacco“ trotz geistreicher Klappentexte.

Auch wegen Vergleichen wie, dass einer allein wie der Vollmond hockt…