13.01.2019 / Blog / /

Sich der Flüchtlingsfrage stellen!

Muss Europa eigentlich alles verantworten?

Ich habe eben dieses Schreiben bekommen und veröffentliche es gerne. Claude Novak stellt wichtige Fragen. Wir müssen uns diesen stellen. Totschweigen ist die schlechteste Medizin, wenn man die pragmatischen Kräfte stärken will.

Zur Weihnachtszeit wurde die Frage der Gewinner und Verlierer dieser Welt wieder auf allen Kanälen diskutiert. Hierbei übergehen die Gutmenschen mit ihrer moralischen Argumentation die sachlichen Einwände und legen ihr Augenmerk auf eine Einteilung der Welt in Gut und Böse. In ihrer Weltanschauung sehen sie überall Opfer, denen geholfen werden muss, und Bösewichte, die bekämpft werden müssen. Kritische Stimmen werden in die rechte Ecke gestellt und mit nationalsozialistischen Bezeichnungen tituliert. Dies geht heute soweit, dass beispielweise in Schweden die Linken ihr Land in den Medien und der Politik so im Griff haben, dass man Migrationsprobleme nicht nennen darf. Ausländische Kriminelle erhalten in Berichten schwedische Vornamen und werden als „Schweden“ bezeichnet. Auch in der Schweiz findet diesbezüglich von linker Seite keine kritische Auseinandersetzung statt. Die linken Parteien der Schweiz haben sich zum primären Ziel gesetzt, den Kapitalismus zu bekämpfen. Die in Deutschland erstarkte AFD, oder die FPÖ in Österreich, sind die Folgen eines Wegsehens linker Gruppierungen.

Nach dem zweiten Weltkrieg haben insbesondere die Deutschen ihr zerbombtes Land mit viel Fleiss wiederaufgebaut. Dafür waren vor allem auch Leute verantwortlich, die Firmen gründeten und Menschen eine Arbeit und damit ein Einkommen ermöglichten. In Europa wurde damit für eine grosse Anzahl von Menschen Wohl- stand geschaffen. Uns allen tut das Elend der Flüchtlinge leid, aber muss die Bevölkerung von Europa dies verantworten? In den arabischen Ländern werden mit Öl Milliarden verdient, aber nur ein paar Scheichs teilen sich dieses Geld untereinander auf. In vielen islamistischen Staaten bekriegen sich seit Jahrzehnten verschiedenste Gruppierungen. Ob dort irgendwann Frieden einkehren wird ist fraglich. In Afrika haben die Europäer ihre Kolonien der einheimischen Bevölkerung überlassen und dort erfolglos versucht, demokratische Strukturen aufzubauen. Millionen von Entwicklungsgeldern versiegen in korrupten Regierungen. Erdogan hat gerade eben die Demokratie im eigenen Land abgeschafft.

Das treibt immer mehr Menschen in europäische Länder, in welchen man vor allem über das Gute sinniert. Man rechnet mit 60 Millionen Menschen, die nach Europa fliehen wollen. Viele suchen vor allem ein wirtschaftlich besseres Leben, sind aber geprägt von ihrer Kultur. Sie stammen aus Ländern, die wenig mit unseren Werten gemeinsam haben. Damit entstehen Parallelkulturen, die früher oder später zu gesellschaftlichen Problemen führen. Heute trifft man in der Schweiz bereits auf viele Schulklassen, die einen Ausländeranteil von gegen 100% aufweisen. Die Integration der Eltern und dieser Schüler stellen eine grosse Herausforderung dar. Der Bund rechnet in diesem Jahr mit Kosten von 2.2 Milliarden für die Migration. Daneben klafft bereits ein grosses Loch in der AHV. All diese Probleme übergeben wir unseren Jungen.

Claude Novak, Wettingen